Die staatlich geförderte Basisrente



Im Jahr 2005 hat der Gesetzgeber mit dem in Kraft getretenen Alterseinkünftegesetz auch eine weitere Form der staatlich geförderten Altersvorsorge am Markt etabliert. So wurde neben der Riester Rente die Rürup Rente eingeführt. Man bezeichnet die Rürup Rente auch sehr häufig als Basisrente, da diese neben der gesetzlichen Rentenversicherung und den berufsständischen Versorgungswerken zur Basisversorgung und damit zu ersten Schicht des deutschen Altersvorsorgesystem gezählt wird.

Die Förderung erfolgt im Gegensatz zur Riester Rente, wo man feste Zulagen erhält, nur über steuerliche Vorteile. So wurde nämlich im Alterseinkünftegesetz beschlossen, dass alle Beiträge zur Basisversorgung schrittweise bis zum Jahr 2025 von der Steuer freigestellt werden. Konkret heißt dies, man kann die Beitragszahlungen zur gesetzlichen Rentenversicherung und zur Basisrente im Rahmen der persönlichen Steuererklärung ansetzen und dadurch das zu versteuernde Einkommen reduzieren. So erhält man im Folgejahr abhängig vom persönlichen Steuersatz vom zuständigen Finanzamt eine Steuerrückerstattung.

Somit können sehr gut verdienende Arbeitnehmer und auch Selbständige beim Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge Steuern in Rentenleistungen umwandeln und das Finanzamt an der eigenen Altersvorsorge beteiligen. Allerdings sind pro Jahr maximal 20.000 Euro steuerlich abzugsfähig. Wer verheiratet ist, kann den doppelten Betrag, sprich 40.000 Euro steuerlich geltend machen.

2009 kann man schon 68% der geleisteten Beiträge zur Basisversorgung beim Finanzamt steuerlich geltend machen. Wer also die 20.000 Euro ausschöpfen möchte, kann davon 13.600 Euro Steuer mindernd ansetzen. Durch die Reduzierung des zu versteuernden Einkommens kommt es dann zu einer entsprechenden Steuerrückerstattung. Wer beispielsweise einen Steuersatz von 40% hat erhält im Folgejahr ca. 5.440 Euro vom Finanzamt zurück. In diesem Fall würde die Förderquote dann bei ca. 25% liegen. Eine solche Rendite muss man mit einem anderen Finanzprodukt erst einmal erzielen.



Autor  Markus Köhler
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