Geschirrspüler suchen normal verschmutztes Geschirr



Viele Hersteller von Spülmaschinen definieren ihre Programme nach normal, leicht oder stark verschmutztem Geschirr. Das gilt generell erst einmal für Geschirrspüler aller Hersteller und Marken. Doch was bedeutet das jeweils? Schließlich werden nicht nur die Programme, sondern auch die chemischen Zusätze danach bemessen, wie leicht oder stark das Geschirr verschmutzt ist. Dazu wäre es natürlich praktisch zu wissen, was die Entwickler der Geschirrspüler darunter verstehen.
Normal verschmutztes Geschirr
Unter den Begriffen leicht, normal und stark verschmutztes Geschirr fängt man am besten mit der Klärung der mittleren Richtschnur an. Alles leichter oder stärker verschmutzte Geschirr gehört dann jeweils in die anderen Klassen. Dazu muss der Laie aber auch erst einmal wissen, mit welchem Schmutz sich ein Geschirrspüler schwer tut.
Grundsätzlich ist es nicht der optische Eindruck des Verschmutzungsgrades. Wer beispielsweise Teller mit übriggebliebenen Soßen (etwa von Pasta) direkt nach dem Essen in den Geschirrspüler stellt und diese dann einschaltet, hat kaum Probleme damit. Wichtig ist also nicht etwa Farbe oder Menge der verbliebenen Lebensmittel, sondern inwieweit sie sich einfach abspülen lassen. Viel bedeutsamer ist für den Geschirrspüler der Grad der Antrocknung. Das kann man auch beim Spülen mit der Hand feststellen. Wenn etwa bei einem klassischen Sonntagsessen das Geschirr direkt nach der leckeren Nachspeise in den Geschirrspüler kommt, so kann es sein, dass die offensichtlich stark verschmutzten Eisschälchen schneller sauber werden als die Teller der Vorspeise, obwohl es sich hier um unscheinbare Suppe handelte. Da aber die Speisereste auf den Suppentellern schon eine halbe Stunde Zeit zum Antrocknen hatten, wird hier mehr Aufwand nötig. Dies gilt für das Spülen von Hand wie für das Spülen im Geschirrspüler.
Generell gehen die meisten Normalprogramme davon aus, dass das Geschirr innerhalb einer Stunde nach der Benutzung im Geschirrspüler ist und dann die Spülmaschine eingeschaltet wird. Die Speisereste sind leicht angetrocknet, aber es gibt zum Beispiel keine eingebrannten Speisereste in Töpfen oder Pfannen. Probleme bereiten dem Geschirrspüler auch Teller, auf denen Soße durch die ungeschickte Verwendung einer Mikrowelle eingebrannt ist. Das fällt dann möglicherweise schon unter starke Verschmutzung.
Leicht und stark verschmutztes Geschirr
Nach der vorangegangenen Definition lässt sich leicht und stark verschmutztes Geschirr recht gut abgrenzen. Leicht verschmutzt bedeutet vor allem, dass ein sehr geringes Maß an Essensresten vorhanden ist und diese nicht eingetrocknet sind. Das ist oft bei Frühstücksgeschirr der Fall.
Stark verschmutzt heißt dagegen, dass Essensreste eingetrocknet oder sogar eingebrannt (Töpfe, Pfannen) sind. Bei hartnäckiger Verschmutzung ist ggf. auch längeres Einweichen notwendig, was bei so manchem Geschirrspüler mit einem besonderen Waschprogramm auch eingestellt werden kann.



Autor  Karsten Hamann
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