Gutes Führungstraining mit Zielvereinbarungen
Modernes Führen im Unternehmen sollte ständig optimiert werden. Hierbei kommen immer häufiger Zielvereinbarungen zum Zuge. Als Zielvereinbarung werden Pläne bezeichnet, die zwischen Chef und Mitarbeitern bzw. zwischen Führung und Teams vereinbart werden bzw. werden sollten. Unglücklicherweise (für die Motivation) handelt es sich vielmals um "verkappte" Arbeitsanweisungen, die aus darüber angesiedelten Plänen abgeleitet werden. Führungstraining hat in vielen Betrieben schon einen festen Platz in der Aus- und Weiterbildung der Führungskräfte bzw. in der Mitarbeiterentwicklung. Dies ist sehr gewichtig, denn ein guter Vertriebsmitarbeiter, der im Zuge seiner Anstrengungen befördert wird, ist nicht zwingend eine empfehltenswerte Führungskraft.
Die Einführung von Zielvereinbarungen unterliegt in der Regel der betrieblichen Mitbestimmung. Ziele sollten dort erarbeitet werden, wo nahezu alle Daten zusammenfließen, in der Regel ist dies der Arbeitsplatz des Mitarbeiters und nicht dem der Führungskräfte. Denn kein Mensch außer dem Verkäufer kennt die von ihm betreuten Käufer besser und kann die Potentiale genauer einschätzen. Also muss er zusammenstellen, welche Ziele er bei welchem Käufer mit welchen Aktionen im Planungszeitraum vollbringen will.
Diese Ziele bespricht er mit seinem Gruppenleiter oder Abteilungschef in der nächst höheren Ebene, der dann seinerseits die Ziele aller Arbeitskollegen zu einem Abteilungsziel zusammenfasst. In der Beratung dieses Abteilungsziels mit dem Bereichsleiter werden nun, größtenteils umfassender, die Ziele der angrenzenden Abteilungen und die wichtigen Mittel zum Erzielen dieser Ziele erörtert. In den Unterredungen der Bereichsleiter mit dem Firmeninhaber kristallisiert sich das Unternehmensziel heraus.
Führen ist definiert als „zielorientiertes Bewegen“ und enthält die jeweilige Beeinflussung auf Gruppen oder Einzelpersonen durch eine bestimmte Person. Wie sollte diese Einflussnahme ohne konkrete und klar fassbare Ziele gelingen? In der Führungspraxis stellt sich aber oftmals heraus, dass es oft gerade an deutlich erkennbaren Zielen und darum auch an entsprechender, daraus legitimierter Beeinflussung fehlt.
Führung wird häufig auf die Einhaltung von Arbeitszeiten und Stellenbeschreibungen sowie die Befolgung von Arbeitsanweisungen reduziert, das ist dann "Leitung" im klassischen Sinne. So ist Führung nicht nur schwer und eine wenig motivierende Herausforderung für alle Beteiligten, sondern „sie bleibt außerdem stecken“ im Reagieren auf die jeweiligen Anforderungen an die geführte Abteilung, die Gruppe, den Bereich etc.
Was sollten also Inhalte von guten Führungstrainings sein?
* Unternehmensziele austauschen und rechtfertigen
* Deduzieren von Teilplänen aus den Betriebszielen
* Ressourcen sachbezogen gebrauchen
* Mitarbeiterziele mit dem Mitarbeiter zusammentragen
* Resultate prüfen
* Feedback zu Teilergebnissen
Nachdem eines der Ziele oder alle Ziele allgemein akzeptiert sind, werden Aktionen erarbeitet, die zum Vorhandensein eines Zielvereinbarungssystems führen. Hierbei werden dann Nutzen und Risiken aller Beteiligten definiert, Teilziele erarbeitet und in die Zielhierarchie eingeordnet und Maßnahmen abgeleitet. Bis zur Erfüllung der Ziele sollten diese Teilziele immer wieder kontrolliert und im Team diskutiert werden.
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