Handycracking
Unter Handycracking versteht man normaler Weise zwei unterschiedliche Verfahren, Sicherheitsmechanismen von Mobiltelefonen zu Umgehen und Vorteile daraus zu ziehen. Im Wesentlichen beziehen sie sich auf das Entfernen der Netzsperre (SIM-Lock) um die Vertragliche Bindung an einen Anbieter zu umgehen, indem man eine neue Firmware aufspielt.
Es gibt aber auch Mittel und Wege (eine Zeit lang) auf kosten der Anbieter zu telefonieren, um die es in diesem Text geht. Solche Tricks sind bei Prepaidkarten so gut wie nicht möglich, weil man das Guthaben zum Telefonieren vorher auflädt Muss, indem man eine Zahlenkombination eintippt (diese bekommt man beim Kauf des Guthabens). In der Vergangenheit hat sich oft herausgestellt, dass die Anbieter diese Zahlenkombinationen nach einem Bestimmten Verfahren berechen. Solche Verfahren (Algorithmen) konnte man oft knacken und damit das Guthaben beliebig oft aufladen. Die Anbieter führten neue und sicherere Algorithmen ein, bei denen es in letzter Zeit nicht mehr gelingt sie zu knacken. Aus diesem Grund haben sich die Hacker auf zwei Verfahren mit Vertragshandys spezialisiert.
Beim ersten wird versucht, einen Mobilfunkvertrag abzuschließen, ohne dabei die echten persönlichen Daten anzugeben. Dabei gibt es allerdings einige Hürden, die man nehmen muss. So verlangen alle Anbieter ein amtliches Dokument (oder eine digitale Kopie davon), dass die Identität beweist. Deshalb muss ein Ausweis gefälscht werden, was unter den strafbaren Tatbestand der Urkundenfälschung fällt. Des Weiteren prüfen die meisten Provider die Bonität des Anfragenden, bevor eine SIM-Karte herausgeschickt wird. Dabei kommt natürlich ans licht, dass die geprüfte Person frei erfunden ist, weshalb nur Angebote ohne Schufa-Prüfung in Frage kommen. Zu guter letzt muss die SIM-Karte entweder verschickt werden, oder bei Vertragsabschluss übergeben werden. Bei letzterem muss man selbstverständlich noch ein Mal unterschreiben, sodass Unterschriftenfälschung als weitere Straftat hinzu kommt. Es ist auch ungeschickt sich \"geklaute\" Karten und Handys ans eigene Haus liefern zu lassen, weshalb oft auf Packstationen ausgewichen wird.
null ohne Schufa-Prüfung
|
Artikel drucken Artikel empfehlen |

