Jörg Immendorff



Der deutsche Künstler und Kunstprofessor Jörg Immendorff wurde am 14. Juni 1945 in Bleckede bei Lüneburg als Sohn eines Offiziers und einer Sekretärin geboren. Nach dem Besuch des Ernst-Kalkuhl-Gymnasium in Bonn-Oberkassel, studierte er in den 60er Jahren an der Kunstakademie Düsseldorf zunächst Bühnenbild bei Theo Otto und ab 1964 Kunst bei Joseph Beuys. Jörg Immendorff sorgte schon früh für öffentliches Aufsehen, als er gemeinsam mit Chris Reinecke im Jahr 1968 das Aktionsprojekt "LIDL" gründete. Im Rahmen der ersten Kunstaktion des Projekts band er sich einen schwarz-rot-goldenen Klotz ans Bein, mit dem er vor dem Bundestag auf und ab lief. Erst ein Einschreiten der Polizei konnte die Aktion beenden. Diese und weitere provokante Aktionen führten im Jahre 1969 schließlich dazu, dass Immendorff von der Kunstakademie Düsseldorf verwiesen wurde.

Bevor sich Jörg Immendorff im Jahr 1981 ganz auf die freie Kunst konzentrierte, arbeitete er als Kunstlehrer, unter anderem an der Dumont-Lindemann-Hauptschule in Düsseldorf. In seinen Bildern widmete sich Immendorff hauptsächlich politischen Themen und nahm im Jahr 1972 an der documenta 5 in Kassel teil.

Als Vertreter der sogenannten "neuen Historienmalerei" nahm Immendorff im Jahr 1976 an der Biennale von Venedig teil und nutze auch diesen Rahmen für politisch motivierte Protestaktionen, indem er gegen das politische System der DDR protestierte.

Größerer Bekanntheit erlangte Immendorff durch eine 16-teilige Bilderserie unter dem Titel "Café Deutschland". In den Folgejahren war Immendorff bei zahlreichen großen Ausstellungen mit seinen Werken vertreten.

In den 80er Jahren nahm Immendorf seine Lehrtätigkeit erneut auf. So war er als Gastdozent für Kunst an den Kölner Werkschulen tätig und erhielt im Jahr 1989 eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf, arbeitete aber kontinuierlich weiter an eigenen Projekten in den Bereichen Aktionskunst, Plastik, Malerei und Bildhauerei.

In den späten 90er Jahren folgte ein Imagewechsel weg von politisch motivierter Kunst und hin zu dem, was Immendorff selbst als "reinere Malerei" bezeichnete.

Im Jahr 2003 brachte Immendorf der Besitz von Drogen Negativpresse ein und im Jahr 2004 wurde er zu einer Freiheitsstrafe von 11 Monaten verurteilt. Und auch nach seinem Tod im Jahr 2007 folgten Negativschlagzeilen, als der Verdacht laut wurde, Immendorf habe Kopien seiner Bilder als seine eigenen verkauft. Jörg ImmendorffKunst



Autor  Tobi Heitman
Aufrufe  132
Stimmen  keine
durchn. Bewertung  0 / 10 Punkte
Kommentare  keine
Artikel drucken  Artikel drucken
Artikel empfehlen  Artikel empfehlen


Bewertung

Bitte bewerten Sie diesen Artikel auf einer Scala von 1 bis 10 (10=sehr gut)
12 34 56 78 910