Mathematisch-physikalischer Salon
Der mathematisch-physikalische Salon im Zwinger in Dresden hat eine außergewöhnliche Sammlung an physikalischen Instrumenten aus dem 16. bis zum 18. Jahrhundert.
Aktuell wird er leider noch renoviert. Der eigentliche Termin für das Ende der Renovierungsarbeiten wurden von 2010 auf 2012 verschoben, hat nun aber nach der Fertigstellung der Renovierungen an der Porzellan-Sammlung höchste Priorität.
Die Exponate gehen zurück auf die Sammelleidenschaft von Kurfürst August von Sachsen und später auch der Sammelleidenschaft von August dem Starken, welche beide feine Schmiedekunst sammelten. Kurfürst August von Sachsen begründete die Sammlung 1560 indem er eine spezielle Kunstkammer gründete, in der er Exponate der neuesten technischen Errungenschaften, in Kombination mit filigraner und schöner Verarbeitung, kaufte. Die meisten Stücke aus dieser Zeit stammen aus Süddeutschland und Norditalien, aber auch Stücke aus weiter entfernten Regionen wie zum Beispiel der arabische Himmelsglobus aus dem Jahre 1279.
Insgesamt umfasst die Sammlung mittlerweile über 2000 Sammlungsstücke aus 800 Jahren Technikgeschichte. Besonders berühmt ist der Salon für seine Uhrensammlung, welche 500 Jahre Uhrmacherhandwerk aufzeigen, und für die größte deutsche Sammlung an Erd- und Himmelsgloben. Wichtige Einzelstücke sind auch noch die erste und älteste Rechenmaschine der Welt von Blaise Pascal aus dem Jahre 1642 sowie die Planetenlaufuhr von Eberhard Bladewein aus dem Jahre 1568.
Der seit 1728 geöffnete mathematisch-physikalische Salon, der erst seit dem Jahre 1746 diesen Namen trägt, ist seit 1999 Teil der staatlichen Kunstsammlung Dresden. In dieser Sammlung befinden sich viele wissenschaftliche bedeutende Instrumente und Werkzeuge, unter anderem geodätische, astronomische und optische Geräte aber auch Thermometer, Barometer, Waagen, Längenmaße und technische Zeichen- und Rechenhilfsmittel. Es lohnt sich also dem Salon in Dresden nach seiner Renovierung einen Besuch abzustatten.
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