Musik im Hörspiel
Ein Hörspiel ohne musikalische Untermalung – kaum vorstellbar. Stimmungen in Hörspielen können kaum so intensiv unterstrichen und heraus gearbeitet werden wie mit korrespondierender Musik, welche zudem die Wortbeiträge stilistisch auflockert und interessanter macht. Hörspiele haben bereits seit etwa 90 Jahren ihren festen Platz in der Radiolandschaft und erfreuen sich auch heute noch großer Beliebtheit bei einer wachsenden Hörerschaft. Hierzulande trifft man im Radio oft auf kurze Sequenzen von bis zu drei Minuten, welche jedoch den Hörspielen zuzurechnen sind. Komplette Hörspiele hingegen werden meist im Sparten oder Kulturradio übertragen und haben zudem ihren festen Platz im Webradio, wo sie ebenfalls gern gehört werden.
Die musikalische Untermalung bei den Hörspielen wird in den meisten Fällen im Hintergrund abgespielt und unterstreicht mit klassischen Klangstrukturen z.B. Handlungen und Orte, welche so besser charakterisiert werden können. Auch die handelnden Charaktere im Hörspiel werden durch melodische und akkordische Elemente gern unterstrichen, wobei auch die Intensität der Dialoge durch Dynamik, Tempo und Rhythmus gesteuert werden kann. Musik wird zudem gern genutzt um Hörspiele zu untergliedern, was der Inszenierung im klassischen Theater sehr nahe kommt. Jede Grundstimmung und Szene kann musikalisch aufgenommen werden und auch die Gemütszustände der handelnden Personen lassen sich so besser hörbar machen. Anstelle von Dialogen kann zudem Zwischenmusik zum Einsatz kommen, Massenszenen können komplett durch Musik ersetzt werden und fehlende Bühnenbilder und Landschaften werden durch Musik hörbar gemacht. Die Auswahl der korrespondierenden Musik richtet sich natürlich vorrangig auch nach der Zeitepoche, in welcher das Stück angesiedelt ist – moderne Inszenierungen greifen hier auch meist auf zeitgenössische Musikgenres zurück.
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