Potenzmittel – Segen oder Fluch?



Sexualität ist wie Sigmund Freud bereits erkannte, ein psychisches und physisches Grundbedürfnis. Körperliche Nähe ist Grundvoraussetzung für eine dauerhaft funktionierende Partnerschaft. Täglicher Stress und Überlastung können jedoch die Manneskraft erheblich beeinflussen. Stoffwechselphysiologische Störungen hinsichtlich einer erektilen Dysfunktion können für den Mann drastische seelische Beschwerden bedeuten. Der Potenzmittelmarkt entwickelt laufend neue Produkte, die Hilfe versprechen. Während der letzten Jahre setzte in diesem Sektor ein regelrechter Boom ein. Die Effizienz der blauen Wunderwaffe kann kaum noch bestritten werden, dennoch gibt es Schattenseiten. Nebenwirkungen solcher Mittel dürfen in keinem Falle unterschätzt werden.


Potenzmittel – Welche Chancen gibt es?

Als populärstes Aushängeschild der Pharmaindustrie gilt natürlich die „Blue Pill“. Bereits in ihren Anfangszeiten wurde sie so stark nachgefragt wie kein anderes Medikament. Für das Problem der erektilen Dysfunktion schien die Lösung gefunden worden zu sein. Erst nach und nach wurden Nebenwirkungen bekannt, die in einigen Fällen schwerwiegende Folgen für die Patienten bedeuteten. Auf dem Gebiet der Biochemie forscht man seit vielen Jahren an den komplexen Abläufen im menschlichen Organismus. Auch eine Erektion bedingt zahlreiche Schritte und wird von Signalbotenstoffen im Körper ausgelöst. Ein derzeitig beliebtes und vielversprechendes Forschungsobjekt stellen die Aminosäuren dar. Der Begriff dieser Biomoleküle ist wahrscheinlich vielen aus der Werbung und dem Lebensmittelbereich bekannt. Aminosäuren werden im Organismus äußerst vielfältig eingesetzt und verwendet. Im medizinischen Sektor wird L-Arginin im Zusammenhang mit Potenzstörungen diskutiert.


Potenzmittel – L-Arginin als natürliches Potenzmittel

So erkannten bereits amerikanische Wissenschaftler im Jahre 1998 die Bedeutung des L-Arginins. Diese Aminosäure ist alleinige Vorstufe eines kleinen, jedoch äußerst wichtigen Botenstoffes für den Gefäßtonus. Stickstoffmonoxid wird mittels eines Enzyms von L-Arginin abgespalten und bewirkt eine Gefäßerschlaffung in den Schwellkörpern des männlichen Geschlechtsteils. Nur so kommt es aufgrund des Bluteinstromes zu einer Erektion. Gezielte Einnahme von L-Arginin zeigt deutliche Erfolge bei der Behandlung von Potenzstörungen.
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Autor  Tobias Braun
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