Prototypen entwickeln
Wer kennt sie nicht, die so genannten Erlkönige, Autos, die mit abgeklebten, verdeckten Details im Straßenverkehr unterwegs sind, neue Modelle, deren Technik und Funktion erprobt werden, deren Design aber noch geheim bleiben soll. Erlkönige sind Prototypen, die ersten einer neuen Art, in oftmals jahrelanger Arbeit entworfen, geplant und schließlich hergestellt, wenn sie für gut genug befunden worden sind. Oft vergeht weitere Zeit, in denen noch Fehler behoben und Verbesserungen durchgeführt werden, bis ein solcher Prototyp auf dem Markt vorgestellt und etabliert wird, in der Hoffnung, dass er überzeugte Käufer finden wird.
Nicht nur in der automobilen Industrie werden Prototypen hergestellt. Und nicht jeder Prototyp ist bereits funktionstüchtig. In Zeiten des computergestützten Designs werden schon grafische, dreidimensionale Erstentwürfe als Prototypen bezeichnet. Konzeptmodelle dienen zur Bewertung der ästhetischen und ergonomischen Eigenschaften eines Modells. Maßstabstreue Modelle helfen, sich Klarheit über die nötigen Eigenschaften der Materialien zu verschaffen, die man bei der Montage verwenden möchte. Bis zur Serienfertigung ist es ein weiter Weg, auch ist die Herstellung eines funktionsfähigen Prototypen meist wesentlich kostspieliger, da die zur Massenanfertigung benötigten Maschinen und Produktionsabläufe noch nicht vorhanden oder erprobt worden sind. Auch wird nicht jede neue Technik im Hinblick auf die Verwendbarkeit in der Massenproduktion gebaut. Wer zum Beispiel eine Maschine benötigt, die es so noch nicht gibt, kann sich eine bauen lassen, die speziell für seine Anforderungen geeignet ist. Hier spricht man von Sondermaschinen. Im Prototypen- und Sondermaschinenbau sind Fantasie und Visionen gefragt, aber ohne hoch entwickelte Technik und Software kommt man allein damit nicht weiter.
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