Richtig zählen wenn es klingelt



Ganz früher, vor ein paar Jahrzehnten, war das Telefon eine recht überschaubare Angelegenheit. Die meisten Leute hatten eines in der Wohnung, manche hatten auch zwei oder mehr Geräte und Anschlüsse, damit man das Telefon nicht durch die Wohnung tragen, hier ein- und dort ausstecken musste. Damals waren selbst schnurlose Telefone noch selten, und eine Verbreitung mobiler Geräte, wie sie heute gang und gäbe sind und wie man sie auf jeder Straße in den Händen junger und alter Menschen sehen kann, konnte sich wahrscheinlich kaum einer vorstellen. Wenn man bedenkt, wie fern einem das alles heute vorkommt, kann man sich wundern, wie kurz das eigentlich erst her ist.

Vorbei sind die Zeiten, in denen im Krimi der Kommissar nicht erreichbar war und der Mörder ihm daher durch die Lappen ging. Vorbei die Zeiten, in denen man nachts stundenlang nach einer Telefonzelle suchte, wenn man in einer abgelegenen Gegend mit einer Panne am Auto liegen geblieben war. Heute kann jeder nach einem entsprechend auf seine Bedarfe zugeschnittenen Tarifvergleich Mobilfunk und Internet rund um die Uhr nutzen. Dabei sind bei den modernen Flatrates auch Vorsicht und Umsicht zu empfehlen, denn Flatrate ist nicht gleich Flatrate. Das Wort allein bedeutet nicht, dass man zu einem fixen Betrag so viel und so lange das Netz nutzen darf, wie man gerade will, sondern viele Flatrates haben Einschränkungen. Das können zeitliche Begrenzungen oder solche bezüglich des Datentransfers sein. Und es gibt in der Regel keine Alarmsirene und kein Blaulicht, das den benutzer warnt, wenn er im Begriff steht, seine Beschränkungen nicht einzuhalten, z.B. mit einem Download sein erlaubtes Transfervolumen zu sprengen.



Autor  Andreas Mettler
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