Schmuck mit besonderen Steinen



Magnesit und Markasit sind sehr selten als Schmuck zu finden. Wenn überhaupt, gibt es sie gelegentlich in Onlineshops, aber kaum einmal beim Juwelier. Das heißt aber nicht, dass es nicht schöne und interessante Edelsteine wären, ganz im Genteil.

Magnesit hat seinen Namen wahrscheinlich von seinem Hauptbestandteil, Magnesium. Er ist durchsichtig mit Glasglanz oder matt und weiß, gelblich, grau oder bräunlich gefärbt. Magnesit kommt eingewachsen in metamorphen Chloritschiefern vor. Gefunden wird er in Österreich (Steiermark, Zillertal), in der Schweiz (am St.Gotthard), in Norwegen sowie in Italien.

Magnesit lässt sich gut färben und wird deshalb, wie howlith, häufig, blau gefärbt, als türkis-Ersatz angeboten. Gefärbter Magnesit ist jedoch sehr porös. Aus diesem Grund werden die Steine entweder in Paraffin oder Hartwachs getränkt, um den Stein vor Feuchtigkeit und chemischen Angriffen zu schützen. Dieses Paraffin oder Hartwachs kann durch verschiedene fettlösende Substanzen aufgelöst werden. Das heißt, der Schutz durch das Paraffin ist aufgehoben. Gefärbter Magnesit darf also niemals, auch nicht mit harmlos erscheinenden Chemikalien Säuren oder Alkohol in Berührung kommen. Nur so bleibt der Schutz lange erhalten.

Magnesit wird zu Schmuck in Form von Ketten, Ringen und Armbändern und zu kunstgewerblichen Gegenständen verarbeitet. Er ist relativ weich, lässt sich also nicht in Facetten schleifen.


Der Markasit ist benannt nach dem arabischen Wort „makraschit“. Dies war die ursprüngliche Bezeichnung für Pyrit und ähnliche Mineralien. Markasit kommt in Kalken, Dolomiten, Mergeln, Tonen und Braunkohlen vor, wo er schöne Stufen bildet. Bei Temperaturen über 400 Grad Celsius verwandelt sich Markasit in Pyrit. Markasit wird gefunden in Meggen/Westfahlen, Böhmen (Brüx), Polen (Oberschlesien) und den USA (Missouri).

Markasit ist undurchsichtig, messinggelb mit grünlicher Schattierung, grünlicher oder schwarzgauer Strichfarbe und metallischem Glanz.

In Frankreich war der Markasit schon im Mittelalter ein beliebter Schmuckstein uns wurde zu volkstümlichen Schmuckstücken verarbeitet.

Für die Schmuckherstellung bekommt er den Facettenschliff oder wird in seiner Naturform belassen. Als Cabochon findet man ihn selten. Der metallische glanz kommt mit Facetten besser zur Geltung. Mit seiner Mohs-Härte von 6 bis 6,5 ist er gut schleifbar. Markasit ist wärme-und schweißempfindlich.




Schmuck



Autor  Susan Mueller
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