SDS Bohren



Bei SDS Bohren handelt es sich eigentlich nicht um eine Art des Bohrens sondern um die genaue Bezeichnung des Standards bei dem Bohrfutter von Bohrhämmern. Die Abkürzung SDS bedeutete früher Steck, Dreh, Sitz. Dies ist heute aber nicht mehr der Fall, heute wird SDS international als Special Direct System bezeichnet.
Das Werkzeugspannsystem die Bohrmaschinen findet man in ca. 90% in der unteren und mittleren Gewichtsklasse der Bohrhämmer verschiedener Hersteller. Für ganz schwere Bohrhämmer wird nicht mehr das normale SDS, sondern SDS-MAX eingesetzt. Es wurde entwickelt für einen Schaft-Durchmesser von 18mm mit einer Aufliegefläche von 160 mm².
Das SDS-System wurde auch für kleinere Maschinen verbessert um eine höhere Leistung zu erzeugen. Das SDS-TOP-System wurde von der Firma Bosch entwickelt.
Die Firma Bosch ist auch der Entwickler des ersten SDS-Systems im Jahre 1975. Hierbei handelte es sich um ein Einstecksystem mit einem Durchmesser des Schaftes von 10mm. Der Vorteil von SDS im Vergleich zu vielen anderen Spannfuttersystemen ist, dass ein Bohrer- oder Meißelwechsel schnell und ohne die Hilfe von Werkzeug durchgeführt werden kann. Die Entwicklung war auch die folge um einen neuen Standart zu schaffen, da der Markt in eine Vielzahl von unterschiedlichen und nicht kompatiblen Werkzeugaufnahmesystemen zersplittert war. Bosch schaffte es diesen wieder durch sein SDS–System zu vereinen und hatte Erfolg damit das SDS-System als Standart durchzusetzen.
Die Mutter aller heutigen SDS-Bohrfuttersysteme war etwas fehleranfällig gebaut. durch die eingreifenden Walzen, wie auch den flachen Nuten wurde das Drehmoment übertragen.
Dadurch waren die ersten SDS-Futtersysteme nur eine auf axiale Bewegung des Meißels oder Bohrers begrenzt. Außerdem waren die T-Bohrer recht anfällig für einen hohen Verschleiß an den Katen dieser Nuten, da diese beim Nutzen des Bohrers extrem beansprucht wurden. So kam es mehrmalig vor, dass die Werkzeuge während der Aufnahme festsaßen.
Mittlerweilen erfolgt die Bohrverriegelung und die Drehmomentsübertragung getrennt voneinander, was dazuführte, dass auch nicht mehr ein ganz so hoher Verschleiß statt fand. Bei den heutigen SDS-Systemen besteht eine Bohrverriegelung aus zwei gegenüberliegenden langen Vertiefungen, welche eingerastet werden über eine Kugel im Futter. Über die wie Nuten, welche in die Stege des Futters eingerastet sind, wir der Drehmoment übertragen.
Bohrmaschinen von WestfaliaBosch bei Westfalia



Autor  Bernhard Hess
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