Studieren in Italien



In Italien, erlebte das staatliche System der Pflicht- und Hochschulbildung in den letzten Jahren eine grundlegende Überholung. Mit diesen Änderungen wurde die italienische Bildung im Einklang mit dem Rest der Europäischen Union gebracht, und zudem ein flexibleres System für Studierende es dem Ausland geschaffen.

Die Hochschulbildung beruht in Italien auf einem System, daß von den Universitäten nicht nur das Lehren, sondern auch die Beteiligung an nationalen und internationalen Forschungsprojekten erwartet. Zu den wichtigsten italienischen Universitäten gehören Bologna (die älteste der Welt im Jahr 1088 gegründet), Pisa (die Fakultäten der Mathematik und Physik wurden von Galileo Galilei gegründet und sind als die besten weltweit anerkannt) Turin, Rom, Florenz, Ferrara, Neapel und Mailand. Im Hinblick auf die Zulassung von Bürgern der Europäischen Union, sind die Aufnahmekriterien die Gleichen, wie für italienische Staatsbürger. Alle italienischen Universitäten sehen bei der Vergabe von Studienpläzten eine begrenzte Zahl von ausländischen Studenten vor. Italienischkenntnisse sind obligatorisch. Ausländischen Studenten wird die Teilnahme an Vorbereitungskursen und Italienisch Sprachkursen angeboten.

In den italienischen Hochschulen werden drei Haupttypen von akademischen Kursen offeriert:

Hochschulabschluss der Geistes- und Naturwissenschaften
Diese Art von Hochschulabschluss dauert in Italien drei Jahre. Das Programm ist hier sehr flexibel gestaltet. Studierende können ihre eigenen Studienpläne (piani di studio) vorschlagen. Diese Studienpläne unterliegen der Genehmigung der Universität und müssen den staatlichen Anforderungen entsprechen. Das Erreichen der Qualifikation ist nur mit dem Bestehen einer festgelegten Anzahl von Prüfungen oder einer Diplomarbeit möglich.

Spezialisierungsdiplom

Dieses Diplom ist ein 2-Jahres-Programm und ist nur Hochschulabsolventen, oder Personen mit gleicher Qualifikation zugänglich. Zum Erlangen einer praktischen, beruflichen Erfahrung sind auch Praktikums beinhaltet. Die Abschlussprüfung beruht auf der Diskussion einer schriftlichen Diplomarbeit.

Aufbaustudium

Hier beginnt man, sich in den hohen Sphären, der so genannten dritten Ebene akademischer Qualifikation, zu bewegen. Die Studierenden erlangen hierbei ein erweitertes Verständnis von wissenschaftlichen Forschungsmethodiken. Der Kurs dauert ein bis zwei Jahre. Das Fortschreiten ist Gegenstand der Ablieferung eines Jahresberichtes. Der Doktortitel wird mit einer ausführlichen Dokumentation der Forschung und einer Abschlussarbeit erreicht. Die Plätze sind auf eine begrenzte Zahl von Antragstellern aus ganz Europa beschränkt. Vouraussetzung ist ein bereits vorhandener Hochschulabschluss.



Autor  Agathe Manetti
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