Trachtenmode: via Onlineshop oder Ladengeschäft?
Der Mensch liebt es, Alternativen zu haben. Vor allem Verbraucher aus den ländlichen Gebieten sahen sich in dieser Hinsicht lange Zeit benachteiligt. Meist waren sie auf das mehr oder weniger umfangreiche Angebotsspektrum vor Ort angewiesen. Wollte man mehr von den Segnungen der Konsumwelt sehen, gab es noch den Versandhandel oder man nahm die nächst größere Stadt ins Visier, was nicht nur Geld, sondern auch Zeit in Anspruch nahm. Seit jedoch der Computer Einzug in nahezu jeden zweiten Haushalt genommen hat, kommen viele Anbieter über ihre Websites jetzt sogar direkt zum Kunden: bei jedem Wetter, an Sonn- und Feiertagen, zu jeder Tages- und Nachtzeit - rund um die Uhr. Auch Liebhaber von Trachtenmode werden hier fündig und können nach Herzenslust in den Onlineshops stöbern. So macht es der Onlineshop möglich, dass Stammkunden jetzt auch einmal ganz bequem von zuhause aus bei dem Anbieter ihres Vertrauens "reinschauen" können, um sich über die neuesten Angebote zu informieren oder allerlei Wissens- und Bemerkenswertes rund um das Thema Trachtenmode abzufragen. Vor allem aber eröffnet er weniger mobilen Neukunden die Sichtung verschiedener Anbieter von Trachtenmode, über deren Websites er herausfinden kann, ob ein Besuch vor Ort lohnenswert erscheint. Doch muss es mit dem Klick auf einen Onlineshop nicht zwangsläufig beim passiven Informieren oder Betrachten der Abbildungen bleiben. Kleidungsstücke können - der Name sagt es bereits aus - über den Onlineshop selbstverständlich auch bestellt werden. Aber das ist noch nicht alles: Kritiker mögen einwenden, dass Onlineshops die persönliche Beratung vermissen lassen sowie die Möglichkeit, die Ware unter realen Bedingungen in Augenschein nehmen, sie in den Händen halten oder gegebenenfalls anprobieren zu können. Dies trifft nur bedingt zu, denn die persönliche Beratung wird ausgeglichen durch exakte und fachkundige Produktbeschreibungen, und in den Händen halten bzw. anprobieren kann man sein Trachtendirndl oder seine Trachtenhose nach erfolgter Bestellung (immer mit Rückgaberecht) natürlich auch. Mit dem nötigen Sicherheitspaket ausgestattet ist auch der Zahlungsverkehr eine sichere Sache. Ohnehin verstehen insbesondere Anbieter von Trachtenmode ihren Onlineshop nicht ausschließlich als Alternative zum Ladengeschäft, sondern als Ergänzung und zusätzlichen Dienst am Kunden. Dieser hat, je nach Engagement des Anbieters, über entsprechende Links nämlich auch noch Zugriff auf allerlei weiterführende Seiten, die in irgendeiner Weise mit dem Thema Trachtenmode zu tun haben. Das könnenn Angaben zur Herstellung und Herkunft des Rohmaterials sein, aber auch Hintergrundinformationen zur Geschichte und Bedeutung der Trachtenmode bis hin zu Tipps und Tricks für eine sachgerechte Pflege. Auch den Vorwurf der Anonymität muss nicht jeder Onlineshop auf sich sitzen lassen, da viele Anbieter dem Internetbesucher via Eingabemaske die Möglichkeit eröffnen, sich mit einem persönlichen Wort an den Service des Hauses zu richten. Im Sinne des Slogans "Vorsprung durch Wissen" erfüllt der Onlineshop noch einen weiteren Service, der von Kunden besonders geschätzt wird. Gemeint sind die Hinweise auf zeitlich befristete Aktionen mit Sonderangeboten, von denen sonst nur über Anzeigen in Printmedien, Flyer-, Hörfunk- oder TV-Aktionen zu erfahren gewesen wäre. Der wirkliche Gewinner ist jedoch immer der, der beide Möglichkeiten ausschöpft: den Einkaufsbummel vor Ort für alle Sinne, und den Onlineshop für alle Fälle.
Horst Winkler
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