Uhren abhängig von der Sonne
Die Sonnenuhr ist ein zur Zeitangabe genutztes astronomisches Gerät. Es nutzt den Sonnenstand im Tagesverlauf am Himmel zur Zeitanzeige. Auf einem Zifferblatt wird der Schatten des Zeigers, des so genannten Gnomons, abgebildet. Heute sind diese Uhren meist der Schmuck von historischen Gebäuden und Plätzen. Ist die Bauweise korrekt, ist ein Ablesen der Zeit mit einer Genauigkeit auf etwa fünf Minuten zu. Die Gnomotik ist die Lehre von den Sonnenuhren.
Die Wahre Ortszeit gibt diese Art von Uhren vor, wenn die Sonnenuhr bei dem Sonnenhöchststand 12 Uhr anzeigt. Der Fall ist dies meist bei älteren Sonnenuhren und unterscheidet sich von der jeweiligen Mittleren Ortszeit. Diese Zeitzone ist als offizielle Zeit festgelegt. Die Differenz zur Zonenzeit wird oftmals durch ein entsprechend dafür angepasstes Zifferblatt korrigiert. Berücksichtigt werden kann auch der durch die ellipsenförmige Bahn der Erde und die Neigung der Erdachse auftretende Fehler. Die nicht einer Stunde entsprechenden Linien sind nicht gerade. Ihre Form ist die einer flachgedrückten acht. Durch die Zeitgleichung ergibt sich diese und trägt den Namen Analemma.
Eine weitere Möglichkeit zur Ausgleichung der Zeitgleichung der Sonnenhr ist die Bernhardtsche Walze. Die Form eines verzerrten Analemmas hat dabei der Gnomon. Bei der Sonnenuhr mit radialem Zifferblatt steht der Zeiger der mittleren Uhr parallel zur Erdachse. Deshalb ist die Orientierung seines Schattens nicht abhängig von der Jahreszeit. Im Fußpunkt des Stabes bilden die Schatten Geradenbüschel. Nicht mit einberechnet sind die Korrekturen durch die Zeitgleichung. Das Datum wird vom Schatten des Querstabes angezeigt.
Der babylonischen Uhr ähnelt die Sonnenuhr versehen mit einem Analemma-Zifferblatt. In ihrem Zifferblatt berücksichtigt sie die Abweichungen der Zeitgleichung. in Form des Analemmas. Zur Erleichterung des Ablesens gilt für den Sommer und den Herbst nur die obere Uhr und die untere für den Winter und den Frühling. Nicht die Spitze des Gnomons bestimmt bei der babylonischen Uhr die Zeit, sondern der Schnittpunkt mit der Jahreslinie seines Schattens. In der Antike wurde diese Art Uhren vor allem durch die Griechen aus dem Gnomon entwickelt. Von den Babyloniern übernahmen die Griechen diesen senkrechten Schattenstab.
Uhren
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