Vorgehensweise bei einer Darmspiegelung



Wer bei einer Darmspiegelung denkt, dass es sich um eine unsaubere Untersuchung handelt, der irrt. Die Endoskope werden nach jeder Untersuchung hygienisch gereinigt. Dazu werden sie komplett in ein Desinfektionswasser gelegt und an eine Spülung angehängt. Ein solcher Reinigungsvorgang dauert in aller Regel (je nach Spülgerät) ca. 30 Minuten. Aus diesem Grund ist in jeder endoskopisch tätigen Praxis immer ein zweites Gerät vorhanden, so kann während der laufenden Darmspiegelung das Endoskop für die darauf folgende Untersuchung gereinigt werden.
Als Patient kann man sich dadurch nicht mit evt. Krankheiten des vorhergehenden Patienten anstecken. Endoskopische tätige Praxen sind außerdem auch dazu verpflichtet Hygienepläne zu führen und einzuhalten. Diese werden von Gesundheitsämtern kontrolliert. Bei Mängeln wird der Untersuchungsbetrieb bis zur Behebung der Mängel verboten.
In Deutschland gibt es keine so streng überwachte Branche wie den Gesundheitsdienst. Es werden Praxen, Krankenhäuser und pharmakologische Unternehmen sehr genau kontrolliert.
Aufgrund der strengen Auflagen sind Hygienebedenken nicht erforderlich.

Wem die Untersuchung an sich unangenehm sein sollte, weil es vielleicht im Bauchraum
zu leichten Schmerzen kommt (das kann von Verwachsungen her rühren die nach Unterleibsoperationen entstehen können), der sollte mit dem untersuchenden Arzt vor der Darmspiegelung besprechen, ob nicht eine Narkose sinnvoll ist. Wird beim Patient eine Vollnarkose durchgeführt, so ist dieser entspannt und der untersuchende Arzt hat die besten Bedingungen eine Darmspiegelung ordentlich durchzuführen.
Sollte der Patient nämlich während der Untersuchung über starke Schmerzen klagen und sich zudem verkrampfen kann der Arzt / die Ärztin leider kein gutes Bild des Darmes erhalten.
Bei zu großen Schmerzen müsste eine Darmspiegelung evt. sogar abgebrochen werden - hiermit wäre dann die komplette Vorbereitung umsonst gewesen, auch die Voruntersuchungen waren dann nicht sinnvoll.
Hierfür ist das Gespräch mit dem endoskopierendem Arzt im Vorfeld unumgänglich. Auch die Endoskopieschwestern können beratend zur Seite stehen. Auf den Aufklärungsbögen sind immer Telefonnummern vermerkt. Diese können genutzt werden, um evt. vorhandene Fragen stellen zu können.
Der Patient sollte im Vordergrund stehen - und vor allem das Wohlergehen während der Untersuchung.



Autor  fosforito ./.
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