Wenn der Streit in der Firma eskaliert
Der Mitarbeiter hat scheinbar zwei Stunden privat telefoniert? Der Chef schickt eine Abmahnung für Zuspätkommen, obwohl man an dem Tag nachweislich krank geschrieben war? Wie schnell es zu arbeitsrechtlichen Streitigkeiten und juristischen Problemen am Arbeitsplatz kommt, merken viele Menschen erst wenn es zu spät ist. Und doch kommen Streit im Job während des Berufslebens immer wieder mal vor und immer wieder mal resultiert so ein Konflikt in rechtlichen Konsequenzen für Mitarbeiter oder Chef. Sei es, dass der Arbeitgeber Kündigung androht oder dass der Mitarbeiter wegen Mobbing klagen will: Dann muss man schnell handeln und vor allem die korrekte Form wahren, um bei allen Unsicherheiten in einer Streitsache trotzdem auf der sicheren Seite zu sein. So gibt es beispielsweise eine Frist von nur knapp drei Wochen, um in Deutschland gegen eine Kündigung vorzugehen - reagiert man in diesem Zeitraum nicht entsprechend, gilt die Kündigung sozusagen automatisch als stillschweigend akzeptiert. Und das Arbeitsrecht ist nicht einmal eindeutig geregelt, so es immer noch kein allumfassendes, einheitliches Gesetz für die vielen Bereiche von Privatrecht bis hin zu Strafrecht gibt, die hier eventuell mit hinein spielen können. Beide versuche, das Arbeitsrecht in Deutschland zu vereinheitlichen, schlugen bisher fehl: Der Nationalsozialismus schaffte es nicht mit seinem 'Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit' langfristig juristisch zu bestehen, ebenso wenig wie das 'Gesetzbuch der Arbeit' aus der DDR längerfristige Wirkungen erzielen konnte. Doch zum Glück gibt es Juristen, die speziell für das Arbeitsrecht Rechtsanwälte sind und sich im Chaos der Paragraphen perfekt auskennen, um allen Seiten auch im kniffligsten Fall von Arbeitsrecht zu helfen.
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