Wie findet man den perfekten Partner?



Früher war alles besser – egal ob Inquisition und Hexenverbrennung, Kreuzzüge und Gladiatorenkämpfe, die meisten Menschen gehen trotz Allem immer wieder davon aus, dass die alten Zeiten nur gutes beherbergen. So unter anderem auch arrangierte Heiraten, die einem die ewige Partnersuche ebenso ersparen wie es auch die Tatsache, dass in den damaligen restriktiven Gesellschaften eine Trennung – es sei denn, gewaltsam oder nach dem Tod einer der Partner – eher Seltenheitswert hat. Heutzutage hat sich dies alles stark geändert – die Beziehungen sind offener geworden, noch nie wurden Bindungen so schnell eingegangen wie auch wieder aufgelöst.

Auch Heiraten sind nicht mehr darauf bedacht, die Bindungen bis zum Tod zu erhalten, sondern vielfach eher eine finanzielle Absicherung zu ermöglichen ; die Scheidungsraten sind in Deutschland in den letzten Jahren auf über 50 Prozent gestiegen, die dazugehörigen Prozesse vor Allem in prominenten Kreisen immer wieder ein unschöner Rosenkrieg. Manch einer sucht bei Gurus oder Zeitschriften nach einer sicheren Methode für erfolgreiches Flirten, nur um dann festzustellen, dass es für die Liebe kein Patentrezept gibt. Auch das Bild, dass die Medien vorgaukeln – von wegen, der wahre Partner werde einem zielsicher entgegenlaufen und man erkenne ihn an seiner finanziellen Statur und gutem Aussehen – führt meist eher zu einem noch längeren Dasein als Single, bis man es schließlich aufgibt, den perfekten Partner zu finden und sich in die nächste, unerfüllte Beziehung stürzt. Tatsächlich wird die Liebe nicht umsonst als ein launisches Wesen bezeichnet, dennoch gibt es nur genau eine Regel, die den Menschen glücklich macht , so kitschig und ausgeleiert sie auch klingen mag – man muss ganz darauf hören, was das Herz einem sagt.



Autor  Andreas Mettler
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