Wie funktioniert ein Suchttest?



Viele der heutigen Internetnutzer leiden an zu vielen Stunden auf Seiten mit Schmuddel-Inhalt, und gesurft wird dann oft heimlich. Kommt Ihnen das bekannt vor? Sind Sie neugierig, ob Sie bereits im Suchtbereich angekommen sind? Wenn man ein wenig sucht, lassen sich rasch entsprechende Testseiten auftreiben. Wie funktioniert so ein Test? Ab wann leidet man an einer Sucht?

Ob es sich lediglich um fragwürdiges Verhalten oder schon um Sucht handelt, lässt sich u.a. daran konstatieren, inwiefern es Ihnen noch gut geht. Ab welcher Anzahl an neuen Partnern und/oder neuen Filmen auf dem Bildschirm ist Ihr Verhalten nicht mehr nur problematisch? Man muss in sich hineinschauen und ertasten, was da vonstatten geht und hinterfragen , was das eigene Verhalten für den eventuellen Partner/Partnerin bedeutet. Wie sieht es mit Schuld- und Schamgefühlen aus, bereut man etwas, behält man die Kontrolle oder reduziert es nach und nach die Lebensqualität? Eins nach dem anderen:

Als ein von einer Sucht Betroffener sehnen Sie sich nach immer stärkeren Eindrücken. Rasch alternierende One Night Stands, Filme mit ständig neuem oder intensiverem Drehbuch, um zum gleichen Erregungsniveau wie vorher zu gelangen. Fängt die Suchtkarriere an, ist es z.B. nur der Gedanke an nackte Haut, der schon das Serotonin fliessen lässt, die ersten FSK18-Bilder im Web. Aber mit der Zeit helfen Ihnen nur intensivere, stärkere Inhalte. Stundenlanges Abhängen vor dem Bildschirm, per Auto zum Rotlichtviertel, „Quickies“ und allmählich geht Ihr allgemeines Wohlbefinden den Bach hinunter. Freunde und Bekannten werden vernachlässigt, es beginnt ein Schattenleben, von dem niemand etwas wissen darf, und Sie empfinden Phasen der Schwäche, Anspannung, Gereiztheit und beruflich läuft es nicht mehr so früher.

Was noch hinzukommt, ist der Kontrollverlust. Anfangs behaupten Sie noch, dass Sie der Chef sind. Dann testen Sie, ob Sie weniger häufig dem Druck hinterherlaufen können, stellen dann aber etwas indigniert fest, dass das nicht so locker vom Hocker geht. Ihnen dünkt allmählich, dass Sie die Lust Sie langsam in den Griff bekommt und Sie nicht dagegen ankommen.

Es lohnt sich auch, sich anzuschauen, was sich in Ihnen abspielt, wenn Sie wieder vor dem Bildschirm sitzen, bzw. wie Sie sich direkt danach fühlen. Steckt man in einer Sucht fest, schämt man sich meist und hat oft Gewissenskonflikte. Jedes Mal, wenn man den Höhepunkt erreicht hat, hat man ein schlechtes Gewissen, dann kommt man zu der Schlussfolgerung, dass es so nicht weiter gehen kann.

Auch physische Dinge verraten eine Sucht: innere Unruhe, Nervosität, Anspannung und Gereiztheit, vor allem, nachdem man einige Zeit seine Filme oder anderes nicht mehr geguckt hat. So ist es auch bei Kokainsüchtigen oder Tablettenabhängigen, allerdings noch viel signifikanter.

Suchttests im Netz erfragen meist solche hier dargestellten Merkmale. Mehr zu all diesen Fragen befindet sich auf www.lavario.de .

Frank Lavario, lavariomethode@ymail.com



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