Wie sicher ist mein Kapital?
Der ehemalige Bundesminister für Arbeit und Soziales Walter Riester verlieh im Zuge der Rentenreform im Jahre 2001 einer kapitalgedeckten Altersvorsorge seinen Namen, die es den Bürgern der Bundesrepublik Deutschland ermöglichen sollte, privat fürs Alter vorzusorgen. Das besondere an dieser Altersvorsorge mit dem Namen Riesterrente ist ihre gesetzliche Sonderstellung, die im Altersvermögensgesetz festgehalten ist. Anders als bei anderen Kapitalanlagen ist die Riesterrente vor Kapitalverlust geschützt und kann in besonderen Situationen (z.B. Wohnwirtschaftliche Verwendung) sogar entnommen werden, so dass die finanzielle Freiheit gewahrt bleibt. Für den Fall, dass man seine Arbeit verliert, was in wirtschaftlich angespannten Zeiten wie dieser nicht unrealistisch ist, muss man sich keine Sorgen darüber machen, ob die Behörden verlangen, vom bereits angesparten Kapital so lange zu leben bis es aufgebraucht ist. Das Riester-Kapital zählt nämlich nicht zum Vermögen und darf deshalb von der Bundesagentur für Arbeit nicht als solches angerechnet werden. Rutscht man im Zuge dieser Arbeitslosigkeit oder durch andere Schicksalsschläge in die Schuldenfalle, kann es passieren, dass die Gläubiger versuchen, zu pfänden, was zu pfänden ist. Auch in diesem Fall ist das Kapital aus der Riesterrente gesichert, also vor Pfändungen geschützt. Aber auch für den Fall, dass man sich eine Eigentumswohnung oder ein Haus kaufen beziehungsweise bauen möchte, kann auf das Vertragsguthaben aus dem Riestervertrag zurückgegriffen werden. Jedoch gilt dass nur für selbst bewohntes Wohneigentum, da dieses Wohneigentum ebenfalls eine Altersvorsorge darstellt. Diese Möglichkeit wurde neu geschaffen und ist auch unter dem Namen Wohnriester bekannt. Die Riesterrente steht für Flexibilität und Sicherheit und sollten von jedem Rentenversicherungspflichtigen bzw. dessen Angehörigen genutzt werden. Die Grundzulage, Kinderzulage, der Startbonus und möglichen Steuervorteile machen das Produkt zusätzlich attraktiv.
|
Artikel drucken Artikel empfehlen |

