Zinsänderungen und Termingelder
Schaut man sich die Entwicklung der präferierten Sparformen deutscher Anleger im Verlauf der letzten Jahre einmal genauer an, so wird deutlich, wie sehr der Trend weg vom Sparbuch oder Sparbrief hin zu Tages- und Festgeld geht. Während in Phasen steigender Leitzinsen Tagesgeldkonten eindeutig im Vorteil sind, da sich ihre Zinsen an die Entwicklung auf dem Geldmarkt anpassen, ist es bei Termingeldern genau andersherum. Sie spielen ihre Stärken in Phasen stagnierender oder sinkender Leitzinsen aus. Dabei ist es für Anleger wichtig, den Unterschied zwischen Tages- und Festgeld zu kennen. Während man beim Tagesgeld täglich über sein Geld verfügen kann, dafür aber mit schwankenden Zinsen rechnen muss, wird Festgeld über einen bestimmten Zeitraum angelegt, bringt in diesem aber konstante Zinsen, die auch durch Leitzinsänderungen nicht beeinflusst werden. Diese Sicherheit im Hinblick auf die gewährten Zinsen erkaufen sich Anleger also mit dem Verzicht auf die unmittelbare Verfügbarkeit ihres Geldes. Durch die fest vereinbarten Zinsen wird dann auch deutlich, wo die Stärke von Festgeldkonten liegt, nämlich darin, auch bei fallenden Geldmarktzinsen einen festen Zinssatz über die vereinbarte Laufzeit abzuwerfen, welche von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren reichen kann. Von daher sollten Anleger bereits im Vorfeld der Entscheidung für eine der beiden Sparformen überlegen, was ihnen wichtiger ist: tägliche Verfügbarkeit oder stabile und sichere Zinsen. Je nachdem, wie die Antwort auf diese Frage ausfällt, eignen sich dann Festgelder oder Tagesgelder besser für den jeweiligen Anleger.
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